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Binationale gleichgeschlechtliche Paare im LSVD

Der LSVD - Lesben- und Schwulenverband in Deutschland e. V. - betreut im Rahmen seiner Migrationsarbeit bereits seit 1995 auch ein Projekt für binationale gleichgeschlechtliche Paare. Unter dem Dach des LSVD haben sich in diesem Zeitraum Binats-Gruppen in Berlin, Hamburg, Köln, Dortmund, Frankfurt, Saarbrücken, Stuttgart und in München gegründet, die sich regelmäßig treffen, miteinander diskutieren, Aktionen planen und durchführen.

Den binationalen lesbischen und schwulen Paaren wird hier ein Raum geboten, in dem sie Heimat, Freunde und ein soziales Umfeld finden können. Mit seinem bundesweiten Angebot für binationale gleichgeschlechtliche Paare ist der LSVD der mit Abstand bedeutendste Träger derartiger Projekte, die einen wesentlichen Stellenwert im Rahmen der Integrationsbemühungen der ausländischen PartnerInnen in binationalen Beziehungen einnehmen.

Die Binats-Projekte des LSVD umfassen in der Regel folgende Angebote:

Binationale Beziehungen zwischen Lesben und Schwulen haben in Deutschland vielfältige Probleme zu überwinden, wenn sie für ihre Partnerschaften einen Rahmen schaffen wollen, der einer Ehe zwischen heterosexuellen Paaren entspricht. Dies vor allem dann, wenn die ausländischen PartnerInnen nicht aus dem EU-Bereich stammen. Bis zur Einführung des Lebenspartnerschaftsgesetzes im August 2001 vermissten die Betroffenen schmerzvoll einen rechtlichen Rahmen, der ihre Beziehungen erleichtert. Insofern hatten die binationalen gleichgeschlechtlichen Paare ein existentielles Interesse an der Schaffung des von der seit 1998 regierenden Bundesregierung eingeführten Rechtsinstituts "Eingetragene Lebenspartnerschaften", das recht lange auf sich hatte warten lassen. Eine Bundesratsmehrheit kann für den zweiten Teil, das Ergänzungsgesetz, kaum erwartet werden. Seit sehr langer Zeit liegt es beim Vermittlungsausschuss und wird von CDU und CSU blockiert. Daher sehen wir auch die Möglichkeit eines Regierungswechsels im September 2002 mit Sorge.

Die länderspezifischen Regelungen, die es auf Anregung des LSVD gegeben hatte, sind mit dem Lebenspartnerschaftsgesetz überflüssig und abgelöst worden. Der Kampf um die völlige Gleichstellung mit Eheleuten geht weiter, wenn auch die drängendsten Probleme für die meisten gelöst sind, weil nun ein Nachzugsrecht für ausländische Lebenspartner(innen) besteht. Dafür sind wir der Bundesregierung sehr dankbar.

Die Binats-Projekte des LSVD werden bisher im wesentlichen aus den sehr begrenzten Eigenmitteln des Verbandes realisiert, die jedoch nahezu erschöpft sind. Außerdem hängen diese Projekte sehr stark vom ehrenamtlichen Engagement der Betroffenen selbst ab. Der LSVD und seine Binats-Gruppen sind deshalb auf Spenden angewiesen, um die wir hiermit dringend ersuchen.

Spendeninformation

Für Spenden bedanken sich herzlich: die "Binats" im LSVD


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